Ideenwettbewerb

© Foto Ulf Büschleb, Fraunhofer

Call for Ideas: Kreative Köpfe zeigen innovative Ideen für die Städte der Zukunft

Top Ten präsentieren Visionen bei »Ideen-Pitch« - Top Drei winkt Mitgliedschaft im Fraunhofer-Innovationsnetzwerk Morgenstadt

 

Am 25. November präsentierten zehn ausgewählte Teilnehmer unseres Ideenwettbewerbs hochrangigen Vertretern aus Kommunen, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die besten Ideen für die Stadt der Zukunft.

Beworben hatten sich rund 50 Start-ups, Städte und Studierende. Die von der Jury ausgewählte Top Ten hat nun die Chance, ihr Konzept an der Abendveranstaltung des Kongresses bei einem »Ideen-Pitch« vor rund 300 Gästen zu präsentieren.

Die drei Bestplatzierten erhielten zudem eine Mitgliedschaft im Fraunhofer-Innovationsnetzwerk Morgenstadt im Wert von 25.000 €. Neben Studierenden und Start-ups waren auch Kommunen, Innovationsagenturen, Kreative sowie kleine und mittlere Unternehmen aufgerufen, neue Konzepte und Ideen für revolutionäre Produkte, Technologien oder Verfahren zu präsentieren. 

Platz 1: GreenCitySolutions

Zhengliang Wu (Dresden)

Green City Solutions bietet intelligente Lösungen in den Bereichen Umweltdienstleistung, CleanTech und nachhaltige Stadtentwicklung, um Bewohnern zu einem gesünderen, produktiveren Leben in zukunftsfähigen, lebenswerten Städten zu verhelfen.

Der CityTree kombiniert aktuellste Internet-der-Dinge-Technologie mit der natürlichen Fähigkeit spezieller Mooskulturen, Feinstaub, Stickoxide und dadurch große Mengen an CO2-Äquivalenten aus der Luft zu filtern.

Auf seiner Grünfläche können darüber hinaus analoge Informationen in Form von Schriftzügen und Bildern dargestellt und durch die Implementierung eines QR-Codes von iBeacon oder NFC auch digitale Daten übertragen werden.

Platz 2: ParkHere

Sasan Amini (München)

Parkhere ist ein Spin-off der Technischen Universität München und hat das weltweit erste energieautarke Sensorsystem für smarte Parkplatzlösungen entwickelt. Mit den sensorbasierten Echtzeitdaten sollen nicht nur die urbane Umwelt verbessert, sondern gleichzeitig auch die Nerven von Millionen Autofahrern und Einwohnern geschont werden.

Platz 3: Breeze

Robert Heinecke (Hamburg)

Breeze hilft Städten und Unternehmen, eine lebenswertere Umwelt zu schaffen. Das im Februar 2015 gegründete Start-up entwickelt günstige Umweltsensorik und eine cloudbasierte Analytics-Plattform zur Auswertung der Umweltdaten. Ein Sensor zur Erfassung der Luftqualität wurde bereits fertiggestellt und ist aktuell bei mehreren Kunden im Einsatz. Hieraus werden Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Umweltqualität generiert.

Cleverciti

Jan Schulte (München)

Cleverciti hat eine innovative Managementlösung für cleveres Parken entwickelt, die in Echtzeit Parkinformationen liefert. Die Overhead-Sensortechnologie kann in Straßenlaternen integriert werden und erleichtert die nervenaufreibende tägliche Parkplatzsuche enorm. Unsere Lösung unterstützt ein effizientes, wirtschaftliches Parkmanagement und verringert das Verkehrsaufkommen. 

Evo-Connect

Nedal E. Yassin (München)

Mit seiner Datenzentrale bietet Evo-Connect eine einzigartige Kombination aus Sicherheit, Transparenz und Komfort und erfüllt eine (infrastrukturelle) Grundvoraussetzung für die Einführung intelligenter Energiemanagementsysteme durch Smart Home, das die Energieeffizienz in der Stadt von morgen verbessern soll. 

Kappo Bike

Ivan Mora (Chile)

Kappo ist ein einzigartiges mobiles Social Game. Es wurde entwickelt, um Nutzer stärker zum Fahrradfahren zu bewegen, indem sie in ständigem Kontakt zu ihren Freunden und Radfahrern auf der ganzen Welt stehen. Es verbindet spannende Social Game Features mit GPS Tracking; der einzige Weg, höhere Level und zusätzliche Extras zu erreichen, ist der, Fahrrad zu fahren.

Kappo ist jedoch mehr als nur ein Spiel. Mit den Daten, die durch Kappo gesammelt werden, können tiefgreifende Einblicke in das Leben der Bürger als Radfahrer gegeben und zuverlässige Vorhersagen über das Fahrverhalten getroffen werden. Städte können darauf basierend bessere Entscheidungen bezüglich ihrer Infrastruktur treffen, um das Fahrradfahren zu fördern und den Anforderungen von Radfahrern gerecht zu werden.

Multifactory Value Chain

Lorenza Salati (Italien)

Eine Multifactory ist ein revolutionäres Konzept für eine produktive Umgebung in Städten. Sie ist zwar ein gemeinsamer Arbeitsplatz, aber weder ein Inkubator noch ein Coworking-Bereich, FabLab oder Makerspace und damit ein gänzlich neues Konzept.

Als »unsichtbare Fabrik« besteht eine Multifactory aus einer Gruppe unabhängiger, völlig autonomer Unternehmen, die aber genauso vernetzt zusammenarbeiten können wie die Geschäftsbereiche eines Großunternehmens. Diese Idee ist in den unterschiedlichsten Städten in ganz Europa auf dem Vormarsch und bringt ein neues, komplexes System, das für die Stadterneuerung eine Wertschöpfungskette im städtischen Kontext schafft.

Vertical-Urbanism

Prof. Moritz Fleischmann und Dr. Mark Kammerbauer (Berlin)

Die Urbanisierung schreitet in unserer modernen Welt schnell voran: Bis 2050 werden knapp 70 % der Weltbevölkerung in Städten leben. Metropolen werden immer dichter besiedelt und die durchschnittliche Gebäudehöhe steigt enorm, weshalb Hochhäuser eine integrale Rolle bei der dynamischen Entwicklung unserer künftigen Städtelandschaften spielen werden. Die vertikale Expansion und ihre gegenwärtig unklare Interaktion mit der horizontalen Ebene bringen jedoch gänzlich neue Herausforderungen mit sich. 

4ct-application

Thomas Ctibor (Tschechien)

Hinter 4ct (For city) steckt die Idee, ein „virtuelles Unternehmen“ zu schaffen, das sich auf innovative universelle Methoden der städtischen Entwicklung konzentriert.

4ct zielt darauf ab, die besten Praxisexperten flexibel und unter Berücksichtigung der spezifischen Projekte in Entwicklungsinitiativen und -bereichen sowie in der Stadtentwicklung zusammenzubringen. Durch die unterschiedlich gestaltete Einbindung von Spezialisten können Erfahrungen, Informationen und Innovationen ausgetauscht werden.

4ct möchte sowohl für die Öffentlichkeit und Städte als auch für den Privatsektor und Entwickler Ergebnisse liefern und somit beiden Parteien entgegenkommen. Mit seinem Fokus auf nachhaltige Lösungen werden insbesondere Städte und ihre Bewohner profitieren.

Thinkubator

Robert Lichtman (Niederlande)